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35. Silvesterlauf Wernigerode PDF Drucken

Die Idee eines morgentlichen Silvesterlaufs findet alljährlich Annerkennung in Wernigerode. Die Schönheit (und Länge 6km, 16km) der Strecke sprechen einiges für sich, denn es geht auf Bandwegen um und über den Schlossberg. Diese erlauben immer wieder einen Blick auf Wernigerode und Schloss... Nichts ist eilig an diesem Morgen und nachdem nun die Kleinen 10:00 Uhr einmal das Schloss bezwungen, starten wir 10:15 Uhr durch den Landrat auf die mittlere und große Runde. Es ist ein wenig frostig, aber sonnig und völlig Schnee frei. Bereits im Christianental bläst das Horn und die Klatschmaschine (?) jubelt bezwingen wir einen kleinen Anstieg der die 6 und 16 nach links und rechts auf den Annaweg teilt. Nun geht es beinahe eben auf dem Band entlang bis zum Wendeanstieg. Schweifen lassen, sollten wir unsere Blicke ins Tal und auf die Wipfel, die Parkähnliche Landschaft lädt ein. Läufer für Läufer rollt vorbei, der Boden ist gut, ein wenig Laub, mal eine Pfütze. Auf dem Forstweg zum Hundsrücke knirschelt der festgefahrene alte Schnee; es ist glatt unter dem Reif, wir laufen aus der Spur, am Rand oder in der Mitte. Im Linksbogen den Berg hinan sehen wir den Brocken-Klops in der Sonne - schöne Sicht - dann hügeln wir den eisigen Fahrweg entlang über den Rücken wieder auf den Bandwegzubringer ins Tal. Hier geht es nun bereits in der Nähe des Schlosses zu diesem um die hinter dem Schloss liegende Kuppe. Ein schöner Wanderweg mit viel Potential zum Schauen auf Wernigerode. Die Strecke ist gut laufbar und fast fertig biegen wir in Richtung Schlossstraße ein, ohne auf einen Posten zu treffen - Pfeile weisen den Weg. Nun denn, das letzte Stück auf der Straße und das Jahr ist am "Laufende".

Fazit: Ein landschaftlich sehr schöner Lauf (diesjährig mit besten Wetterbedingungen), jedoch ohne Posten und/oder einen Verpflegungspunkt. Wer mag, bekkommt im Ziel einen Glühwein und Schokokekse.

Was man wissen sollte:

  • Dies ist ein reiner Landschaftslauf mit jeweils einer Runde für alle Distanzen mit tollen Aussichten auf Wernigerode und das Vorland, sowie den Brocken.
  • Es werden immerhin auch 16km angeboten.
  • Es gibt keine Durschen, jedoch Umkleide.
  • Es gibt keine Verpflegung unterwegs - also mitnehmen, wenn benötiigt.
  • Es gibt mitunter keine Posten auf der Strecke, die jedoch eindeutig ausgezeichnet ist.

Informationen zum Wettkampf:
2011-12-31 10:15:0035. Wernigeröder SilvesterlaufWernigerode - Marstall16 km 

Zeit: 01:15:13 (18km)
Platz: 4 gesamt

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8. Magdeburg Marathon PDF Drucken

Einmal in der Landeshauptstadt einen nicht ganz typischen Stadtlauf erleben oder, was machen die "Städter" eigentlich, wenn sie mal raus wollen... An diesem ersten frostigen Morgen starten wir zum Ausflug, die Wiesen sind mit Reif übersäht, die Morgensonne steht klar, aber tief, es weht ein wenig kalter Wind; erste Boten der kalten Jahreszeit. Auf dem weitläufigen Messegelände sammelt sich bereits die Schar der nicht wenigen Läufer, in der Messhalle ist es war und laut, wir holen die Unterlagen und schauen uns ein wenig um. Finn will ein Biber sein und läuft um die Bibermedaille und - glücklich - ein Knoppers, Vati rüstet sich für den Marathon - gestartet wird auf der breiten Straße vor dem Messeingang am Herrenkrug. Nun, interessant wird er schon, der erste Stadtmarathon. Es geht zunächst in einem Rundkurs durch die hohe Magdeburger Innenstadt, am Kugelversuch vorbei, das Hundertwasserhauf besichtigend die Elbe kreuzend - so ist das erste Teilstück kurzweilig verlaufen, als wir bereits an der Elbe Richtung Lostau einbiegen. An der Elbe geht es zunächst an Streuobstwiesen über Felder, links den Hafen im Blick. Das es hier bei Wind im Herbst problematisch wird ist einsehbar. Die Strecke ist sehr flach, viele Verpflegungspunkte säumen den Weg; die Ortschaften übertreffen sich beinahe selbst mir der Betreuung. Wir kommen gut durch, jetzt geht es hinter Lostau sogar einen Pfad auf eine kleine Anhöhe bevor wir die spannenste Stelle, die Trogbrücke, erreichen. Wir haben Glück, zwei Kohleschiffe tuckern gerade vorüber. Auf de rechten Seite geht es hin, auf der linken Seite wieder zurück - so ist die Brücke auch die Wendemarke. Wir sehen nun auf der "Gegenseite" die Mitläufer und treffen auf weitere wieder auf dem Hinweg. Die Strecke ist vollständig betumiert oder gepflastert, ein kleines Stück durchlaufen wir Hohenwarte, wo die Bratwürste schmoren. Unterhalb des Weinberges treten wir nun den Rückweg über die Felder an. Ich treffe auf die erste Frau, begleitet von einen Radler und laufe ein wenig mit, bevor durch den Forst laufend der Herrenkrugpark wieder in Sichtweite gelangt. Die Marathon-Schar tuckert vereinzelt dem Ziel entgegen. Es ist bereits ein wenig wärmer, als am Morgen, jedoch frisch aber die Sonne scheint. So ist es angenehm auf die Ziel-"Gurke" einzuschwenken, denn es geht durch das Messegelände über Brücke, durch enge kurven in eine sehr kurze Zielgerade.

Fazit: Ein schöner Stadt-Landschaftslauf mit viel Verpflegung und viel Organisation. (Den Moderator-Affen kann man jedoh getrost weglassen!)

Was man wissen sollte:

  • Umkleidebänke gibt es zahlreich, Duschen allesamt der vier.
  • Die Organisation ist professionell, der Sponsor konnte keine grüneren Bananen (lange Äpfel?) finden.
  • In eine Messehalle mit Läufer-Verpflegung kommen nur Menschen mit Startnummer, keine Muttis und schon gar keine Familie - sonst Sec. - ätzend!
  • Das Gelände ist weitläufig und mit guter Infrastruktur ausgestattet.
  • Nach dem Lauf lohnt ein Stadtbesuch mit Straßenbahn, da an diesem Wochenende verkaufsoffen ist.

Informationen zum Wettkampf:
2011-10-23 10:00:008. Magdeburg MarathonMagdeburg/Elbauenpark42,195 km (M) 

Zeit: 03:05:42 netto
Platz: 26 M35 7

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35. Kernberglauf Jena PDF Drucken

Der Kalkfelsen ruft! So kann der Ausspruch gelten, wenn man sich entschließt beim Kernberglauf in Jena teilzunehmen. Eins vorweg - undenkbar, dass in solcher Stadtnähe dieses tolle Trainingsgebiet aufwartet, welches nicht nur anspruchsvoll, sondern zudem sehr spannend ist. Sollte man ein wenig Probleme mit Höhenangst haben... Aus dem Norden kommend, haben wir bereits einen schönen herbstlich roten Sonnenaufgang hinter uns, als wir in Jena eintreffen. Hier "unten" hängt der Nebel fest und es ist lausig kalt und feucht. Wir holen unsere Startunterlagen, verbleiben aber ein wenig im Gebäude der Ausgabe, um warm zu bleiben. Es geht noch geruhsam zu, bereits eine halbe Stunde später ist das Treiben rege und der nahe Parkplatz voll. Schwierig ist die Start-Kleidung-Frage, doch in Erwartung der Sonne und 10 Grad versuchen wir den Trainingsanzug bis zu letzten Minute anzubehalten. Kurz vor 11 Uhr finden sich alle Hauptläufer ein - das sind die 15 und 27 Kilometer. Ein Faupax kündigt sich an, alle stehen falsch herum, müssen aber über die Ziellinie, die nun umgekehrt Startlinie ist und es wird kräftig geschoben - gut das wir uns alle so gegenseitig warm halten können, man nicht über die Absperrungen "flüchten" kann und die "langsamen" nun ganz vorne stehen. Nach kräftigen Schieben, Stoßen und auf den Füßen anderer herumstehen, starten wir also (erbarmungslos) 11:00 Uhr - nachdem die Tangente nun endlich gesperrt wurde - durch. Es geht aus dem kleinen Stadion auf die Straße Richtung Wöllnitz, einer schönen Waldsiedlung, entlang an Einfamilienhäusern und Streuobstwiesen, aber auch sogleich die weitere Tallage hinauf. Hier ist es noch recht kalt, viele Läufer prusten bereits. Bereits nach ein paar Kilometern trennen sich 15er und 27er. Wir können uns durch einen steilen Anstieg, noch auf einem breiten Waldweg, einen Eindruck verschaffen, bevor wir am ersten Verpflegungspunkt über eine Wiese in die eigentlichen Trails einsteigen und was ist dazu zu sagen - ich bin auf den ersten Metern begeistert! Schmale und weiche Wege durch Laub- und Mischwald, die Sonne blinzelt, während sich im Tal der kalte Nebel hält, beginnen wir nun mit der Umrundung. Es geht stets moderat auf und ab, mit Kehren und Wenden, auch laubigen etwas glatten Abschnitten. Doch dann der Augenblick, der Wald öffnet sich und der Pfad liegt völlig frei! Der Blick richtet sich auf Jena, links Kalk, rechts steil bergab, der Pfad, Schotter - oha - mit Höhenangst geht hier gar nichts. Ich äußere mich wohl begeistert, mein Vorläufer meint, auf den Weg sehen. Hier zeigt sich aber das Problem der "langsamen" vorn, man kann kaum überholen. Und so stellen wir um auf völligen Genuss der Strecke, anstatt mit angezogener Bremse hinterherzuzuckeln. Kurzweilig hält der Pfad immer wieder auch mit Flechten und Mosen, trockenen Kiefern, Gebüsch und grandiosen Ausblicken. Während sich im Tal der Nebel endlich auflöst, ist es hier oben gehörig warm und sehr angenehm. Wir "fliegen" weiter über Wurzel und Pfad, kurze Anstiege und leichte Abstiege fordern einiges ab, bereiten aber viel läuferische Abwechslung und vor allem Freude. Die Kehre ist erreicht, so dass es nun oberhalb und auf dem Plateau auf breiteren Wegen bis zur Verpflegung entlang geht. Ich nehme überall Getränke, am vorletzten Stand wird sogar alkoholfreies Bier! angeboten - das Versorgungsangebot hier "oben" ist reichlich. Meist abfällig und der Sonne abgewandt geht es nun wieder in Richtung Jena durch den Ziegenhain, nicht ohne einen Blick auf den "Turm" geworfen zu haben. Wieder laufen wir durch hohen Buchenwald und auf weichen Waldpfaden - wunderbar. Das letzte Stück über die oberen Wiesen durch die Gärten gestaltet sich ein wenig schwierig, da sehr steil bergab, doch schon sind wir wieder auf der (Hin-)Strecke die Straße hinunter, diesmal zur Fußgängerbrücke über die Schnellstraße unterwegs. Den Kilometer auf dem Radweg parallel zur Straße denken wir uns weg, bevor wir links hinter das Fußballstadion vom FC einbiegen. Jeder Streckenposten ruft uns aufmunternde und anerkennende Worte zu, der Zielsprecher ist nun bereits zu hören. So absolvieren wir die letzten 3 Kilometer mit Begeisterung und sind schon im Ziel - leider.

Fazit: Eine grandiose Laufstrecke! Diesen, nicht zu langen, Lauf von 27 km sollte man, trotz der Uni und Wettkampf orientierten Sportler, wirklich zur Entspannung nutzen; nicht daneben treten. Die Streckenversorgung ist herzlich und ausreichend. Die Kalklandschaft erlaubt tolle Ausblicke und erweist sich als wunderbar warm - auch im Herbst. 

Die Erwartung einer, auch durch die Kontakte mit dem USZ und dem Jenaer Laufladen, wirklich profesionell gestalteten Organisation wurden leider nicht erfüllt. Zum einen gab es massive Probleme bei der Startaufstellung - Drängeln und Schieben, da alle zunächst in die falsche Richtung standen. Es fehlte die Auszeichnung eines Streckenabzweigs, was bei den ersten Läufern zum Falschlaufen führte, Kilometer 3 zum Ende hin, gab es gleich 2x und die Zielverpflegung? Für alle 27er gab es im Ziel gerade noch Wasser und Tee, Äpfel und Bananen waren alle, den Gutschein für die (Brühwürfel-)Suppe hätte man lieber weggelassen. Nun, dass trübt unsere Gesamtbegeisterung für die Strecke und den Lauf jedoch nicht, es sei nur im Vergleich erwähnt.

Was man wissen sollte:

  • Auch in Anbetracht der kleinen Kritik: Die Startgebühr ist einmalig günstig.
  • Die 27er Strecke findet hauptsächlich auf Pfaden statt, auf denen Überholen schwierig ist. Entweder man spurtet gleich weg oder man genießt den Lauf im Zug der Läufer.
  • Höhenangst, sollte man nicht haben. Für Trittsicherheit empfiehlt sich m. E. ein wenig Übung.
  • Auch wenn es im Tal kalt ist, kann der Berg selbst schon sehr warm sein; also nicht zu warm starten.
  • Parkplatz, Startnummernausgabe, Umkleiden, Duschen, etc. liegen dicht beeinander - der gesamte Start-Zielbereich ist sehr entspannt.
  • Da das Stadion im "Paradies" liegt, lohnt es, die Familie mizubringen. Hier kann gespielt und getobt werden und zum Nachmittag hin ist es nicht weit in die Altstadt von Jena zum Kaffeedrinken...

Informationen zum Wettkampf:
2011-10-15 11:00:0035. Jenaer KernberglaufUniversitätssportzentrum, Jena27 km 

Zeit: 01:56:14 netto
Platz: 15, AK35 1

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34. Harz-Gebirgslauf PDF Drucken

Zum Geburtstag ein M und S auf B? Stets am ersten Oktoberwochenende sind die Harzer geradezu "zwanghaft" aufgerufen ihr Gebirgchen zu erlaufen. Die Überlegung, ob dies an einem Geburtstag nötig sei - es sei, man mache es sich selbst zum Wunsch und Geschenk. Die (Vor-)Zeichen zum Lauf können vielseitig interpretiert werden. Denn während die Woche sich mild gab und bereits herbstlich ansprechend schmückte, stürzte das Wetter am Vorabend in ein Wasser- und Kälteloch. Immer wieder fragte ich mich des Nachts, Sturm und Starkregen lauschend, wird das was - es wurde. Denn ignorant wie wir nun einmal sind, stehen wir pünktlich und kurzfristig um 9:00 Uhr am Start; denn wer keinen Anfahrtsweg hat, geht bestimmt zu spät los. Egal, warm sind wir bereits, schätzen aber noch kurz ein, das lange dünne muss drunter - gut geschätzt, wie sich später zeigt. So, die fröhlich skeptisch blickende Läuferschar setzt sich in Bewegung. Zunächst knorkeln wir oberhalb von Darlingerode Richtung Ilsenburg auf leicht welligen Fahr- und Waldwegen. Einige stürmen bereits beachtlich die kurzen Abstiege; vor dem Brockenanstieg kommt mir das nicht in den Sinn. Es läuft sich ein, schön, dass man bis Kilometer 8 im llsetal wach und warm ist. Ein Läufer fragt mich, vermutlich wegen meines HGL Shirts, ob denn kein V-Punkt käme - nö, nicht auf dieser Strecke, das muss man schon so schaffen, ach da ist die V bereits. Es gibt das volle Progamm, Bananen, Kekse, Schleim, ... Ich nehme, trotz der empfundenen Kälte, Wasser. Im Talkessel der Ilse wird es landschaftlich auch spannender, es weht kein Wind und der Blick zum Fluss ist frei. Wir laufen die breite Waldstraße hinauf und sind nun gleich auf mit der Strecke des Ilsenburger Brockenlaufs. Bis zu Stempelsbuche geht es, bis auf ein Flachstück zum Erholen, bereits nur bergan. Es wird merklich kälter und windiger, läuft sich aber gut. Zahlreiche "Stürmer" des Anfangsstücks konnten wir bereits grüßen. Ein Blick zum Brocken, lässt mich denken, da müsste er eigentlich sein. Wind und Kälte schlagen uns auf dem westlich führenden Weg bis zum Abzweig Kolonnenweg gehörig. Gut, dass ich den adid..äh Plasteüberzug vomletzten V-Punkt mitgenommen habe. Kurz vorm Abzweig treffen wir auch auf die Hettstedter Kolonne - grieselig, geich dem nasskalten Wetter, schimpfen sie ein wenig. Ich finde es sehr spannend, wie kraftvoll sich der Berg wieder einmal zeigt - kleines Abenteuer - Wir kommen! Um Kraft zu sparen, versuche ich an den steilsten Stellen des Kolonnenweges zu marschieren, was mir aber nicht gelingt, da ich irgendwie eingeforen und versteift bin. Den anderen gelben Säcken zurufend: Seid ihr uch auf der Post? geht es weiter bergan. Man muss hier keine Zweifel haben, das Stück lädt zum Tippeln ein - Achtung - der erste Schnee - Jubel - Begeisterung - steiler Anstieg - gleich geschafft. Das letzte Flachstück auf dem vorgelagerten Plateau zeigt, aufgrnud von Nebel heute kein Raketenstart möglich. Wir bahnen uns den Weg auf der schneerutschigen Strecke bis zum Gipfel - welcher? Die Streckenposten haben alles an, was aufzutreiben war und Pinguinen gleich, winken sie steif. Der Nebel ist dicht. Nun, weg hier - jetzt schluppen wir bereits auf der Brockenstraße bergab. Gut gedacht ist die nächste Verpflegung vor der Bahnquerung. Ich nehme das erste Mal überhaupt warmen Schleim - schmeckt prima und bekömmlich - junge Väter kennen den Geschmack bestimmt. So..., weiter auf der neuen Decke der Straße bis zur Ilsenburger Kurve. Wir entspannen ein wenig, es läuft sich nämlich noch leicht. Schön, das die windempfindlichen Teilstücke nun vorüber sind, treffen wir nun auch vereinzelt auf Wanderer und verwegene MTBler. Auf dem Gllashüttenweg lassen wir Ahrensklint und den Erdberkopf rechts liegen und zweigen ab zum Trudenstein, an dem schon lange nicht mehr "gesprengt" wird. Wir sind zu ambitioniert, um das Stempelheft der Wandernadel aufzufüllen, ein kurzer Blick links zum alten Skihang, nehmen wir hier Wasser auf und zollen Diana Lehmann, der späteren Siegerin der Frauen, Respekt. (Irgendwie traf ich sie dieses Jahr immer auf Strecken, auf denen es regnet.) Ein Weile turnen wir nun schon herum, nein es geht jetzt nicht gemächlich auf dem oberen Hohneweg zur Steinernen Renne, nein, es geht zur Bergwacht hinunter, um dann wieder aufsteigend die Renne zu erreichen. Den Sack haben wir am V-Punkt hingeschmissen, denn es ist hier "unten" nun vergleichsweise wärmer - da kommt Daniel (Knauer) in Sicht. Prima, da kann ich ihn noch grüßen, denn ich freue mich des gemeinsamen Weges. Hinterm Gasthaus Steinerne Renne laufen wir also ein wenig die Bielssteinchaussee entlang, um dann links zu Mönchsbuche zu gelangen; Anstiege ade. Hier treffen wir auf en Pulk der HM-Läufer und versuchen uns unseren optimalen Weg zu bahnen. So viele Menschen sehen hier Fuchs und Hase das ganze Jahr nicht. Die letzen 5 sind herrlich herbstlich, die Sonne zeigt auf, dass sie noch kann, wir tun es ihr gleich und stürmen los. Es geht eigentlich nur noch bergab, aufmunternd die Zurufe und ohne Hammer und Schmerz erreichen wir unser Ziel. Kaffee und Kuchen - Ja! Zum Geburtstag ein M und S auf dem B - Ja!

Fazit: Ein Landschaftslauf - ohne Frage - durch den raueren Teil des Harzes. Der Strecke ist mit Respekt zu begegnen, damit sie einem etwas zurückgeben kann. Für die Teilnahme, zumindest von Freizeitläufern - wie wir einer sind, ist ein wenig Übermut gefragt. Die Verpflegung und Streckenauszeichnung ist prima; auch Start- und Zielbereich auf der Wiese an der Hasseröder Himmelpforte sind übersichtlich. Die Betreuung ist beinahe professionell. Beruhigend - wenig Klamauk.

Was man wissen sollte:

  • Der Brocken ist schon einen Marathon wert, jedoch gibt es keine Sichtgarantie.
  • Es sind 1000 Hm zu bewältigen - Trainingsstand prüfen, sonst macht es keinen Spaß!
  • Die Parkmöglichkeiten in WR-Hasserode sind (offensichtlich) begrenzt.
  • Nach dem Lauf lohnt auf jeden Fall eni Besuch in der Autofreien Innenstadt Wernigerode zum Entspannen.

Informationen zum Wettkampf:
2011-10-08 09:00:0034. Harz-GebirgslaufWernigerode/OT Hasserode - Himmelpforte42,195 km (M) 

Zeit: 03:17:25 netto
Platz: 20, AK M35 4

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