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Auf zum Possen! Über Nordhausen fahre ich in das kleine Gebirge nahe Sondershausen. Früher war dieser neben den Bebraer Teichen Ziel zahlreicher Rennradtouren, warum nicht auch einmal wieder dort laufen. Wie man an der Zahl des Laufes sieht, geht dieser bereits ins 20. Jahr, am 20. März und 20 Kilometer zum 20. Lauf - also sowas. Der Schnee und das Eis sind gerade abgetaut, es ist vorvorfrühlingshaft und auf dem Weg durch den Harz regnet es stärker. Der Possen ist jetzt schnell über die neue Umgehung zu erreichen, auf der Einbahnstraße bis zum Gasthaus sehe ich bereits Teile der Streckensperrung. Ich denke, hier wird es auch ein paar Berge geben. Oben angekommen, leichter Nieselregen, Wind und Böhen - ziemlich kalt. Ich hole mir meine Startnummer 401 aus dem alten Saal der Gaststätte. Da ich keine "privaten" Umkleiden finden, ziehe ich mich im Auto um. Ich habe noch Zeit, die MTB-ler auf die lange Strecke fahren zu sehen. Flitzilauf und einige kleinere Läufe starten außerdem, dann sind wir dran - später erfahre ich: 82 Läufer. Es geht aber gleich flott los - über die matschige Wiese auf die überwiegend geschotterten auch gepflasterten Forststraßen. Forstarbeiter sind auch unser einziges Publikum, einzelne Wanderer und die Streckenposten natürlich. Nach den ersten 5km merke ich, dass ich zu flott unterwegs bin, außerdem lässt mich immer noch ein lästiger Schnupfen pumpen. Ich gehe ein bischen runter, dass es nicht zu weh tut und versuche mein eigenes Tempo zu finden. Zu warm angezogen, koche ich jetzt ein wenig, ziehe die Jacke doch aus und finde langsam meinen Schnitt. Die Strecken sind mit leichten Anstiegen gespickt, immer wieder auch steilere Abschnitt. Der Wald hat leider noch nicht viel zu bieten, nach diesem langen Winter. Jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht in ein paar MTB-Nachzügler gerate. Auf der Hälfte der Strecke gibt es warmen! Tee, den ich dankend ablehne. Das 3 Viertel geht nun etwas leichter, da die Sonne hervorlugt, puste ich ein wenig bis zum letzten Abschnitt. Hier gibt es einen "unbewachten" Abzweig von den harten Schotter und Teerstraßen auf einen Waldweg, was gut tut, da hier der Boden merklich weicher ist. Gleich muss noch der letzte Poppenturmanstieg kommen. Ich arbeite mich an meinen Vordermann heran. Es gelingt mir, diesen kurz hinter der Anhöhe zum Zieleinlauf einzuholen. Hier will ich direkt ins Ziel, man muss jedoch noch eine Ehrenrunde über die Wiese drehen. Durch meinen Irrtum, fehlt jetzt der Schritt meinen Platz zu halten. Ich werde noch von 2 Läufern überholt und erreiche als 20ster das Ziel in ca. 1:28h.
Fazit: Ein landschaftlich schöner und familiärer Lauf, wenn auch sehr früh im Jahr. Etwas schwierig und kräftezerend wegen mgl. Wetterlagen und des Streckenprofils. Leider gibt es im Ziel keine Duschen, dafür aber selbst gebackenen Kuchen, Kaffee, Thüringer Rostbratwurst und jede Menge Kindergebramsel. Schön ist auch für die "mitreisende" Familie, dass ein Kinderlauf angeboten wird und der Zeitvertreib durch die zahlreichen Klettergeräte und natürlichen Angebote kurzweilig wird. Sehr empfehlenswert!
Den GPS-Link gibt es hier: 
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