8. Magdeburg Marathon PDF Drucken

Einmal in der Landeshauptstadt einen nicht ganz typischen Stadtlauf erleben oder, was machen die "Städter" eigentlich, wenn sie mal raus wollen... An diesem ersten frostigen Morgen starten wir zum Ausflug, die Wiesen sind mit Reif übersäht, die Morgensonne steht klar, aber tief, es weht ein wenig kalter Wind; erste Boten der kalten Jahreszeit. Auf dem weitläufigen Messegelände sammelt sich bereits die Schar der nicht wenigen Läufer, in der Messhalle ist es war und laut, wir holen die Unterlagen und schauen uns ein wenig um. Finn will ein Biber sein und läuft um die Bibermedaille und - glücklich - ein Knoppers, Vati rüstet sich für den Marathon - gestartet wird auf der breiten Straße vor dem Messeingang am Herrenkrug. Nun, interessant wird er schon, der erste Stadtmarathon. Es geht zunächst in einem Rundkurs durch die hohe Magdeburger Innenstadt, am Kugelversuch vorbei, das Hundertwasserhauf besichtigend die Elbe kreuzend - so ist das erste Teilstück kurzweilig verlaufen, als wir bereits an der Elbe Richtung Lostau einbiegen. An der Elbe geht es zunächst an Streuobstwiesen über Felder, links den Hafen im Blick. Das es hier bei Wind im Herbst problematisch wird ist einsehbar. Die Strecke ist sehr flach, viele Verpflegungspunkte säumen den Weg; die Ortschaften übertreffen sich beinahe selbst mir der Betreuung. Wir kommen gut durch, jetzt geht es hinter Lostau sogar einen Pfad auf eine kleine Anhöhe bevor wir die spannenste Stelle, die Trogbrücke, erreichen. Wir haben Glück, zwei Kohleschiffe tuckern gerade vorüber. Auf de rechten Seite geht es hin, auf der linken Seite wieder zurück - so ist die Brücke auch die Wendemarke. Wir sehen nun auf der "Gegenseite" die Mitläufer und treffen auf weitere wieder auf dem Hinweg. Die Strecke ist vollständig betumiert oder gepflastert, ein kleines Stück durchlaufen wir Hohenwarte, wo die Bratwürste schmoren. Unterhalb des Weinberges treten wir nun den Rückweg über die Felder an. Ich treffe auf die erste Frau, begleitet von einen Radler und laufe ein wenig mit, bevor durch den Forst laufend der Herrenkrugpark wieder in Sichtweite gelangt. Die Marathon-Schar tuckert vereinzelt dem Ziel entgegen. Es ist bereits ein wenig wärmer, als am Morgen, jedoch frisch aber die Sonne scheint. So ist es angenehm auf die Ziel-"Gurke" einzuschwenken, denn es geht durch das Messegelände über Brücke, durch enge kurven in eine sehr kurze Zielgerade.

Fazit: Ein schöner Stadt-Landschaftslauf mit viel Verpflegung und viel Organisation. (Den Moderator-Affen kann man jedoh getrost weglassen!)

Was man wissen sollte:

  • Umkleidebänke gibt es zahlreich, Duschen allesamt der vier.
  • Die Organisation ist professionell, der Sponsor konnte keine grüneren Bananen (lange Äpfel?) finden.
  • In eine Messehalle mit Läufer-Verpflegung kommen nur Menschen mit Startnummer, keine Muttis und schon gar keine Familie - sonst Sec. - ätzend!
  • Das Gelände ist weitläufig und mit guter Infrastruktur ausgestattet.
  • Nach dem Lauf lohnt ein Stadtbesuch mit Straßenbahn, da an diesem Wochenende verkaufsoffen ist.

Informationen zum Wettkampf:
2011-10-23 10:00:008. Magdeburg MarathonMagdeburg/Elbauenpark42,195 km (M) 

Zeit: 03:05:42 netto
Platz: 26 M35 7

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